Author Topic: Kolumne über Esports, NW-Szenen und die Zukunft  (Read 13306 times)

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Offline [2ndHess] lukasoh

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Re: Kolumne über Esports, NW-Szenen und die Zukunft
« Reply #195 on: March 09, 2019, 04:06:57 pm »
Wenn man den Anspruch haben würde, würde man nicht tausende invites ranholen für ein 1v1 Turnier in der Deutschen Community, sondern seine Spieler Erfahrung sammeln lassen @LukasOOOOH
Nenn mir einen :)

Nenn mir einen, der nur im 2ndHess ist

Gull, Retamar, Hellstaff, Tigere, Vemon schonmal nicht
Und die Leute , die du plötzlich alle geaddet hast um zu Fragen ob die beim 1v1 dabei sein wollen auch nicht

Und wie würdet ihr ohne diese Leute abschneiden? Glaube das wäre nicht so gut :)
Gull hab ich beim Stand von 20h rekrutiert, ich glaub er hat mehr mit dem 2nd Hess zu tun als 90% der anderen Mitglieder. Tigere, Hellstaff und Retamar haben doch tatsächlich mich gefragt, ob sie beitreten können. Irre oder?
Und deinen letzten Satz versteht ich nicht. Ich adde Leute um zu fragen, ob sie dem Regiment beitreten wollen. Gojkov Walter und Cobra hab ich gefragt ob sie mal vorbeischauen wollen, um mal wieder mit den alten Kollegen zu spielen, daraufhin sind sie beigetreten. Ich hoffe ich konnte dir alle 'Fragen' beantworten.  Und Vemon? Ich glaub der hat das erste Mal 2016 bei uns angefangen und kommt jetzt alle paar Monate mal wieder vorbei :)

Offline Athene

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Re: Kolumne über Esports, NW-Szenen und die Zukunft
« Reply #196 on: March 09, 2019, 10:39:12 pm »
Ich gebe mal ein es Beispiel "Zur Melee Verbesserung eines Spielers" und wie deutsche Regimenter im allgemeinen ihren Skill etwas erhöhen können, natürlich  ist es ein harter Weg, aber jeder Spieler der einigermaßen Blocken kann ist diesen Weg gegangen. Ich möchte in diesem Beispiel "NIEMANDEN" persönlich angreifen.

Stanislav ist schon sehr sehr lange Offizier, aber er hat kaum (warscheinlich eher garkeine) Internationale Erfahrung und da ist er nicht der einzige. Stanislav hat über puhh 5,5k Stunden in NW, naja da müsste man sich ja eigentlich denken das er was drauf hat, falsch, im gegensatz zu anderen Spielern mit deutlich weniger Stunden ist das wirklich nichts...Ich denke das man ca 700-1000 Stunden braucht um wirklich einigermaßen was zu reißen. Natürlich kommt es auch darauf an wie man diese Zeit nutzt. Stanislav nutzt diese Zeit für Public LB's während andere lieber auf dem GF spielen.

Kommen wir mal zu meinem Beispiel...Ich diente zu beginn lange in einem Regiment mit dem Namen "1 Kurh_IR". Ein Roleplay Regiment, welches nicht besonders viele 1v1 hatte und GF's naja gab es da glaube ich nie. 2 mal die Woche 1 Stunde Training und 3 Events.
Zu dem Zeitpunkt kannte ich den GF Server, war dort aber nie drauf, weil ich nicht wirklich wusste was der "GF" Server überhaupt ist, kannte ihn nur vom Namen. Man kann sagen meine Melee war scheiße, aber im Vergleich zu den anderen Spielern in meinem Regiment und anderen Regimentern gegen die wir kämpften, war ich sogar im oben durch schnitt. Irgendwann bin ich dann der beste Spieler meines Regiments geworden vom Melee. Naja irgendwie habe ich es dann in die Spartans geschafft xd Eine Lektion die mir von Anfang an beigebracht wurde...war die von Cazasar, den damaligen NCO in den Spartans. "Übung macht den Meister". Mit Übung meinte er "GF" Server. Habe das dann längere Zeit wirklich durchgezogen. Am Anfang war es wirklich hart, aber die Spartans haben mich da auch wirklich motiviert und unterstützt. Nach einiger Zeit konnte ich wirklich in kleinen Schritten Erfolge sehen.

Ich bin der Meinung das der GF Server für die meisten die beste Übung ist, aber einfach nur sagen "Geh doch auf den GF" wird kein Spieler mit wenigen Stunden lange mitmachen, er braucht Hilfe von erfahrenen Spielern die schon regelmäßig auf den GF gehen. Ich will damit sagen, dass man zumindest so in kleinen Schritten das allgemeine "Skill Lvl" von deutschen Regimentern erhöhen konnte zumindest bei den Neulingen. Natürlich dauert das lange, aber auf lange Sicht könnte es echt Vorteilhaft sein, wenn zumindest im GF jeder einigermaßen vernünftig Blocken kann und weiß wie ein GF aufgebaut ist. Ich denke viele junge Spieler werden auch einfach in ein "GF" ohne Anleitung reingeschmießen, die wissen meist garnicht wie sie taktisch vorgehen können. Bei den Spartans kann ich mich da z.B erinnern das es dazu auch extra Trainings gab. Natürlich werden aus den Spielern nicht plötzlich "Melee Profis" und das macht ein Regiment noch nicht lange wettbewerbsfähig in der internationalen Community.

Wie gesagt das ist meine persönlich Erfahrung und diese Entwicklung konnte ich nicht nur bei mir sehen, natürlich ich bin jetzt kein der wie ein "Melee God" spielt, aber ich kann mich zumindest über Wasser halten in einem GF. Beispiel Lone, lange Zeit in einer Arty, hat sich aber durch den GF Server auch extrem verbessert im Melee. Bei seiner Arty hätte er dieses Melee lvl, welches er heute hat, bestimmt nie erreicht. Ist auch kein "Gott Level", aber man kann sich damit zumindest über Wasser halten. Ich denke ein guter Anfang für die deutschen Regimenter wäre ein gewisser Grundmelee Skill, sowie taktische Kenntnisse. Was auch viel zu häufig in deutschen Regimentern gesehen habe, das in einem GF einfach keine Kommunikation ist. Kommunikation ist ein extrem wichtiger Faktor für ein gelunges Teamplay.

Das war es dann auch mal zu mir, hoffe mein Beitrag kann euch weiterhelfen.  ;D
« Last Edit: March 09, 2019, 10:41:22 pm by Athene »

Online DarkTemplar

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Re: Kolumne über Esports, NW-Szenen und die Zukunft
« Reply #197 on: January 13, 2020, 02:39:18 pm »
kleiner bump

Mich würde interessieren wie sich die jetzige Communtiy sieht

Wir haben das 23rd, dass mit abstand das beste dt. Regiment ist, allerdings international nicht stark hervorsticht (ihr seid Gruppenerster, I know, aber meine ehrliche Meinung ist, dass ihr nicht allzu weit kommen werdet)
Das Nr13, das es schon sehr lange gibt, und international im Durchschnitt sind und das 2Lr das sich jetzt wieder in die Richtung kompetetiv bewegt. Gibt es sonst noch wen?

Was mir sehr stark aufgefallen ist, als ich ins 2Lr gegangen bin, war etwas das oft angesprochen wurde, aber ich halt noch nie erlebt hatte.
Es wurde kaum Wert auf individuelle Förderung gelegt, Trainings waren Formationen und aufeinander zuchargen, ohne wirklichen Mehrwert.

Ich glaube das hat sich bei den meisten anderen Regimentern auch nicht gerade verbessert

Und dazu kommt Bannerlord auch noch im März (also in max 3 Monaten)
Wie nehmt ihr die Stimmung auf, habt ihr eher das Gefühl jetzt nochmal anzugasen, oder seid ihr demotiverter, weil man in dem Modul eh nichts mehr reißen kann?

Offline Wursti

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Re: Kolumne über Esports, NW-Szenen und die Zukunft
« Reply #198 on: January 13, 2020, 02:41:57 pm »
Bei Bannerlord muss man eh nochmal extra auf nen NW Mod warten wenns draußen ist, also bleibt mehr Zeit als man denkt imo

Offline Dokletian

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Re: Kolumne über Esports, NW-Szenen und die Zukunft
« Reply #199 on: January 13, 2020, 05:04:10 pm »
Habe das Spiel seit Oktober ehrlich gesagt kaum angerührt, ist tatsächlich so, dass sich die cav community stark auflöst, die mich sonst die letzten Jahre im Spiel gehalten hat.

Offline Mauri

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Re: Kolumne über Esports, NW-Szenen und die Zukunft
« Reply #200 on: January 13, 2020, 07:20:09 pm »
Das Niveau des stärksten deutschen Regs ist wohl gesunken, was aber auf eine Aufsplittung auf hauptsächlich 23rd, Nr13 und 2lr zurückzuführen ist. Das ist auch gesünder, da dadurch auch innerhalb dieser Community ein Konkurrenzkampf entbrennt, wie man in der vergleichsweise knappen DGL diesmal auch deutlich gesehen hat. Das 23rd hat zwar wie 72nd und Nr12 zuvor alles gewonnen, das Gesamtniveau der Matches war aber diesmal durch stärkere Gegner höher,die Spiele zwischen 2lr, Nr13 und NotSwedish waren alle spannend.

Das Regimenter in Landessprache nicht das Potential eines englisch geführten Regs haben können liegt in der Natur der Sache und das ist eigentlich nichts worüber man sich sorgen machen müsste.

Bannerlord wird denke ich anfangs höchstens nebenbei gezockt. Das Matchmakingfeature feier ich persönlich sehr und die Vorfreude ist riesig, solange jedoch keine eigenen Server erstellt werden können wird es nicht Warband ersetzen (zumindest ist das meine letzte Info, berichtigt mich gerne falls ich falsch liege.). NW wird es denke ich in naher Zukunft nicht negativ beeinflussen.

Alles Inf bezogen, bei Cav steck ich grade nicht drinne, da müsst ich länger recherchieren und das mach ich nur für ausführliche Beiträge wie hier der Ursprungspost^^

Offline [2ndHess] lukasoh

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Re: Kolumne über Esports, NW-Szenen und die Zukunft
« Reply #201 on: January 13, 2020, 08:50:30 pm »
Das mit den nationalen und internationalen Regimentern sehe ich ebenso. Wenn man mal vom 96y und dem Nr12 absieht, dann hat in den letzten zwei jahren kein nationales Regiment irgendwas gerissen

Offline Chri

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Re: Kolumne über Esports, NW-Szenen und die Zukunft
« Reply #202 on: January 13, 2020, 10:34:23 pm »
Zur Kav-Thematik: Im Gegensatz zur Inf-Community gab es immer 1-2 dt. Kavallerien, die auf Topniveau mithalten konnten (Topniveau = Top3/4 Contender). Seit 2016/17 waren diese das Nr6 und das Nr4. Beide Regimenter sind jetzt im Ruhestand, weswegen ich eine große Gefahr sehe, dass die dt. Cav-Community den Anschluss verliert. Vor allem, weil kein guter Spieler aus diesen beiden Regimenter in das nächststärkere (2Lr) gewechselt ist. Ich hoffe wirklich, dass das 2Lr es schafft den nächsten Schritt zu machen und wieder die Rolle einnimmt die es vor dem "Uffz-Exodus" 2016 (ohne Gewähr) innehatte. Die richtigen Anlagen sind ja erkennbar.

Ps. Man könnte noch einiges mehr zur Cav-Community generell schreiben, aber da sich immer weniger Kavalleristen auf dem fse rumtreiben und das hier lesen habe ich mir das einfach gespart.

Pps. Ich habe diesen Text am Handy geschrieben, also verzeiht wenn Ausdruck, Rechtschrwibung oder Zeichensetzung etwas off sind.
« Last Edit: January 13, 2020, 10:36:49 pm by Chri »
''Wärst du Kornett hättest du das Duell gewonnen'' -[Nr.101]Nicolas 2k17

Godemporer of the most professional Cav in ze World!!!111!!!11

Online DarkTemplar

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Re: Kolumne über Esports, NW-Szenen und die Zukunft
« Reply #203 on: January 14, 2020, 12:37:22 pm »
https://zap-hosting.com/de/mount-blade-bannerlord-server-mieten/?__cf_chl_jschl_tk__=75f6fc03dbb18bb07222df00893f9af94253afd4-1579000937-0-AVMV3OA_wjL7jPNIcH1yq5BrjiBohunXYut_XgIEqFm26QpM-eG_jJV-QP2nur29z1wKbgifaex7BCcY-_GlAu1VRd7bLOcvU_19XtcHb51NBUNDQC69rshcWt8Xo4tlbrpNecXcqK1Pwa-sH5ESnNTCOMqzc0oRlxCKNm1Sy3yquEvxvdhWjityeQIUeTSLkY4EH4ujmwAjmTgko7t_PimssAdBxpsSx19r0xQL4wZ77lb2ul7_gmW2DYqrI-TvKOFTdaSeYtKevdKF2t3HBvzOEQHl9SAUeTIUhnXw-xoE6qv-Bq-Xfaxbs8MtSx52-A

Das habe ich nach 30 sec googeln gefunden :D

Ich persönlich glaube schon, dass Bannerlord NW einen ziemlichen Knacks geben wird

Weil es dauert sicher ein paar Monate bis der NW Mod dazu rauskommt, und jedes Regiment, dass halt nicht das optimale Timing für den Wechsel findet, wird über kurz oder lang zerbröseln.
Weil das ist jetzt die Chance seinen Clan in Native aufzubauen, und dann in den NW Mod zu wechseln, wenn man nur mit der Stammmanschaft wechselt, wird man schwer neue Rekruten finden befürchte ich

Also das ist so meine Theorie :D

das mit dem matchmaking wusste ich gar nicht, wenn sie das einführen sollten, haben sie einen sehr großen kompetetiv wichtigen Punkt ausgemerzt

Zu der Inf Community:

Naja, es gab immer ein sehr starkes Regiment, und dann 2-3 Regimenter die international auch recht aktiv waren

Die top Regimenter in der Zeit in der ich gespielt habe waren Nr12 und 72nd
Aber es gab noch das GGR, 3teFK, 6te, Nr13, Nr16, 2Lhr, 2ndHess
Also es gab immer mehrere aktive Regimenter, deswegen glaube ich nicht wirklich, dass der Grund einfach nur eine Skillaufteilung ist, weil die gabs immer
Das Nr12 war das einzige Regiment, dass wirklich alle dazu gebracht hat zu joinen, also da gabs die so nicht mehr wirklich


Offline Octanidas

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Re: Kolumne über Esports, NW-Szenen und die Zukunft
« Reply #204 on: January 14, 2020, 01:30:27 pm »
Zur Kavallerie-Community:
Tot.

Zu Bannerlord:
Bannerlord wird Napoleonic Wars den Rest geben, das denke ich zumindest. Die Entwickler arbeiten mit Top-Mitgliedern der kompetitiven Native (und auch mit einigen aus der Napoleonic Wars) Szene zusammen. Die Beta hat deshalb jetzt bereits kompetitive Züge: Es gibt vorgefertigte Klassen und einen 6v6 Modus. Der Battle Modus ist noch nicht bestätigt, wird aber sicher kommen.
Gerade durch den Einfluss der kompetitiven Tester wird das Spiel auch immer mehr in diese Richtung gehen und das ist auch gut so. Das Nr4 wird von Anfang an dabei sein, wenn das Spiel draußen ist. Das ist einfach die Zukunft und die Bemühungen dieser Community hier finde ich zwar wirklich vorbildlich, wird aber das Ende nur hinauszögern können, das ist zumindest meine Meinung.

Gerade weil die (Kavallerie) Community eben nicht mehr existiert, hat sich das Nr4 aufgelöst. Wir waren fast ausschließlich kompetitive ausgelegt und irgendwann einfach die einzigen mit dieser Eigenschaft. Seitdem das Nr6 in den Ruhestand ging, gab es keine Bewegung mehr in der Community. Niemand hat mehr miteinander interagiert und wir waren dann eben auf verlorenem Posten. Ich kann das Nr6 aber sehr gut verstehen und meine das auch nicht negativ. Es hat sich nämlich schon kurz vor dem Nr6-Ruhestand abgezeichnet, dass die Community ausstirbt. Internationale Turniere wurden immer unprofessioneller oder sogar abgebrochen. Bei Bedarf kann ich da gerne mehr zu schreiben.



Offline Wursti

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Re: Kolumne über Esports, NW-Szenen und die Zukunft
« Reply #205 on: January 14, 2020, 01:32:41 pm »
Solange Bannerlord kein NW hat wird NW nicht sterben. Seit 2014 sagt jeder jedes Jahr, dass es das Letzte von NW sei. Ich bezweifle, dass die Inf Community aufeinmal nurnoch Native spielt und auf NW scheißt. Vorallem wenn Bannerlord noch im Zustand vom Anfang der Beta ist. (Performance)

Ich persönlich hab Bannerlord seit dem ersten 15GB Patch nichtmehr angerührt, weil ich es persönlich einfach, im "damaligen" Zustand, überhaupt nicht mochte. Ich spiele M&B zu 100% nur für NW und ich denke, dass ich da nicht der einzige bin.
« Last Edit: January 14, 2020, 01:35:39 pm by Wursti »

Offline Octanidas

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Re: Kolumne über Esports, NW-Szenen und die Zukunft
« Reply #206 on: January 14, 2020, 01:54:35 pm »
Schön, dass Du Napoleonic Wars magst. Aber wie soll die Community denn wachsen, wenn Bannerlord draußen ist? Ich habe nicht gesagt, dass alle Warband Leute plötzlich auf Bannerlord umsteigen werden. Das Problem ist, dass alle neuen Leute eher Bannerlord spielen werden als Warband. Sicherlich werden auch manche Menschen sich Warband kaufen und vielleicht auch in der Community ankommen. Es werden aber weniger sein, als Leute von Warband auf Bannerlord wechseln.



Offline IR_Nr59_Lamastos

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Re: Kolumne über Esports, NW-Szenen und die Zukunft
« Reply #207 on: January 14, 2020, 02:03:01 pm »
Ich klinke mich auch mal ein! Langer Text, nettes Thema!

Quote
Das Nr13, das es schon sehr lange gibt, und international im Durchschnitt sind und das 2Lr das sich jetzt wieder in die Richtung kompetitiv bewegt. Gibt es sonst noch wen?
Jap, das IR_Nr59. Zwar treten uns keine nationalen oder internationalen Größen bei, dafür sind wir einfach nicht ausgelegt für Leute, die den Roleplay-Teil komplett hinter sich gelassen haben. Aber wir machen mit unserer Mannschaft das, was die Spieler für ihre Spielstunden eben erreichen können. Das finden wir auch ziemlich gut. Es ist großartig, wenn ich einen 59er innerhalb von ein paar Monaten oder sogar Jahren beobachte und sehe, wie sich der Nahkampf und der Gamesense verändert! Und nach so vielen Jahren Existenz, vor allem im Roleplay-Bereich (obwohl wir schon immer mal hier und da an Turnieren teilgenommen haben aus Spaß/Ehrgeiz oder 1vs1/Gfs gespielt haben), wollen wir seit 2019 stärker Fokus auf den kompetetiven Teil legen als in den Jahren davor. Damit treffen wir eine zufriedene Mitte zwischen ganz neuen Spielern, die im GF oft noch frustriert sind und lieber normale LBs spielen (auch wenn diese genauso ausgebildet und dadurch stärker werden), und den etwas erfahreneren Leuten, die sich mal nach außen messen wollen. So können wir unserer Linie treu bleiben, wie wir es eigentlich schon immer gemacht haben.

Quote
Es wurde kaum Wert auf individuelle Förderung gelegt, Trainings waren Formationen und aufeinander zuchargen, ohne wirklichen Mehrwert.
Ich glaube das hat sich bei den meisten anderen Regimentern auch nicht gerade verbessert
Kommt drauf an, welche Regimenter man sich da anschauen möchte. Allzu viele gibt es ja nicht mehr. Die, die Fokus auf kompetitiv legen, werden sicher ihre Methoden haben, die wahrscheinlich sowieso schon erfahrenen Spieler weiter zu fördern.
Dann gibt es noch Regimenter, die sich kaum um Turniere etc. kümmern, die ihre 1-2 LBs die Woche haben und das reicht denen. Passt ja dann auch, wenn die Spieler das mögen und sich damit identifizieren. Die fördern sicher nicht individuell. Brauchen sie ja auch nicht.

Es stimmt aber sicherlich, dass man erstmal jemanden braucht, der wirklich Ahnung hat von der Theorie und das im besten Fall auch mit der Praxis beweisen kann, um die Leute im Spiel auszubilden, wenn sie in GFs oder 1vs1 was erreichen wollen. Einige der neuen Regimenter (meist klein und selten wirklich erfolgreich, manche halten sich aber durchaus selten mal) werden ja durch engagierte und interessierte 'Neulinge' der NW Community gegründet. Die kommen manchmal von irgend einem anderen Spiel dieser Art und wollen es halt mal mit nem Regiment probieren. Da laufen die Formationen sicher super, aber Chambern beibringen wird der Offizier den Mannschaftlern vermutlich nicht.
Kann man seine Leute aber a) für das etwas ernstere Spielen begeistern und b) ihnen auch die Werkzeuge geben, sich zu verbessern, ist es nur eine Frage der Zeit.

Kommen wir zur Zeit:
Quote
Und dazu kommt Bannerlord auch noch im März (also in max 3 Monaten)
Wie nehmt ihr die Stimmung auf, habt ihr eher das Gefühl jetzt nochmal anzugasen, oder seid ihr demotiverter, weil man in dem Modul eh nichts mehr reißen kann?
Ich denke auch dass Bannerlord an den Regimentern nagen wird, selbst wenn der Nahkampf sicher noch einiges an Überarbeitung braucht. Ich persönlich fand ihn nicht sehr ausgereift und durchdacht, und dass die das jetzt bis März fixen oder ändern bezweifle ich. NW wurde auch über die Jahre noch gepatched, mal Kleinigkeiten, mal größere Dinge im Nahkampf. Dennoch springen bestimmt einige Spieler direkt zu Release von NW ab. Gespielt wird das trotzdem noch ne Zeit lang. Der März wird sicher nicht den Tod von Warband einleiten. Ich persönlich hänge auch immer noch an NW und seinem Kampfsystem.

ABER es sieht wohl schon anders aus, wenn man drüber nachdenkt, dass 2020 eventuell das letzte Jahr von NW sein könnte. Das könnte durchaus sein in meinen Augen.

Wenn wir also über die kompetitive Szene von NW reden, und feststellen, welche Regimenter sich darin etabliert haben und welche anderen es noch gibt, dann denke ich folgendes:
Wer jetzt erst anfängt, in diese Community einzusteigen, der wird es eventuell zeitlich gar nicht mehr schaffen, dort Wurzeln zu schlagen.

Manche werden schneller gut als andere. Ich kenne Gelegenheitsspieler, die kommen in der Woche zu ihren 3-4 Events, aber die haben seit Jahren keine stetige Lernkurve. Das passt für die auch, die haben ihren Spaß für wenig Freizeit die sie aufbringen müssen. Andere hingegen schaffen es durch wenige Monate intensives Spielen wirklich stark zu werden.
Ich selbst habe sogar gewagt, einzuschätzen, dass eine Gruppe von Spielern, welche dem Nr59 vor einigen Monaten beigetreten ist (völlig neu in NW) vermutlich die letzte Generation von Neulingen sein wird, die noch die Chance haben wird, einen guten Nahkampf am Ende hinzukriegen, wenn sie sich etwas in ihrer Freizeit damit beschäftigen. Wenn mir heute jemand mit 10 Spielstunden beitritt, der nicht 2+h am Tag auf dem GF Server sitzen kann, dann wüsste ich nicht, ob die Zeit für diesen Spieler noch reichen wird, kompetitiv eine Größe zu werden.

Dazu kommt, dass jetzt der Anfang des Jahres für viele auch stressig ist. Januar und Februar sind die Studenten recht beschäftigt, im März wird dann Bannerlord Kampagne und Multiplayer gesuchtet. Es ist also auch je nach Lebenslage nicht so leicht, Zeit für NW freizuräumen. Viele alte Gesichter haben ja jetzt sogar schon ganz aufgehört.

Die Regimenter, die jetzt gute Spieler haben und diese in den nächsten paar Monaten noch halten können, werden wohl auch weiterhin die Szene stellen. Sollte sich doch mal was auflösen, ist 2 Tage später schon das neugegründete Ersatzregiment da, welches dann alle Spieler wieder assimiliert und die nächsten 1-2 Monate dominiert. Ob sich an diesem System jetzt noch was ändert wage ich zu bezweifeln.
Im Falle meines eigenen Regiments ist es so, dass wir vielleicht jetzt erst anfangen, uns wirklich anzustrengen und dabei Spaß haben, aber wir fangen nicht bei 0 an. Unsere Community existiert seit 2006, Mount and Blade haben wir schon zu M&M Zeiten gespielt. Ich selbst bin seit NW 2012 dabei, DarthKiller auch. Auch wenn wir da nicht so berühmt waren in Turnieren hat man doch seine Erfahrungen gesammelt und wir können unsere Leute ganz gut ins Spiel einführen. Einige Mitglieder sind seit 3,4,5 oder mehr Jahren dabei. Da ist der Übergang von vorwiegend Roleplay hin zu Fokus auf Nahkampf deutlich leichter. Das konnte man gut bei der DGL sehen, auf die wir uns eben wirklich vorbereitet haben. Wir haben zwar insgesamt mit Siegen nicht sehr gut abgeschlossen, waren aber wohl für die ein oder andere Truppe ein überraschend unterschätzter Gegner, wie mir von einigen Regimentsleitern per Steam mitgeteilt wurde. Und das lag nicht nur an Tigere, der für uns gespielt hat.

Ein wichtiges Problem wurde schon adressiert, nämlich die Zeit. Die Community wurde mit dem Spiel älter in unserem Fall. Wir haben fast alle damals angefangen als Teenager. Ich selbst war 12, oder frische 13. Mit 14 Regimentsleiter, stellt euch das heute mal vor! Grausam. Aber mittlerweile ist der Großteil der Leute am Arbeiten oder studieren. Da überlegt man sich 2 mal: Spiel ich jetzt das neue Spiel auf Steam, oder geh ich auf den GF Server? Damals hat sich mir die Frage nicht gestellt: ''NW it is!'' Heute seh ich das manchmal anders, und das obwohl ich noch wert auf meinen Ruf und meine Lernkurve im Nahkampf lege.

Die Umgebung ist auch nicht zwingend die Anfänger freundlichste. Wie in so vielen Spielen ist man als klar unterlegener Frischling auch etwas den Gemütern der besseren Spieler ausgesetzt. Nicht jeder lässt sich gerne 60 Minuten am Stück auf einem Server vernichten, danach teabaggen und wenn man Pech hat sogar noch trashtalken. Das gehört dazu....leider. Es müsste nicht, aber das tut es nun mal.  Aber es schreckt den ein oder anderen ab. Das ist also durchaus ein weiterer Faktor, den man betrachten könnte.


Jetzt hab ich aber denke ich genug geschrieben, sollte ich was vergessen haben oder jemand ist anderer Meinung, tut es gerne kund.




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Online DarkTemplar

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Re: Kolumne über Esports, NW-Szenen und die Zukunft
« Reply #208 on: January 14, 2020, 02:11:26 pm »
Solange Bannerlord kein NW hat wird NW nicht sterben. Seit 2014 sagt jeder jedes Jahr, dass es das Letzte von NW sei. Ich bezweifle, dass die Inf Community aufeinmal nurnoch Native spielt und auf NW scheißt. Vorallem wenn Bannerlord noch im Zustand vom Anfang der Beta ist. (Performance)

Ich persönlich hab Bannerlord seit dem ersten 15GB Patch nichtmehr angerührt, weil ich es persönlich einfach, im "damaligen" Zustand, überhaupt nicht mochte. Ich spiele M&B zu 100% nur für NW und ich denke, dass ich da nicht der einzige bin.

Du bist da ganz sicher nicht der einzige

Das Thema was ich einfach meinte, war das Regimenter wechseln müssen, um langfristig überleben zu können

Weil wer glaubst du wird mehr Rekruten haben?
Ein Clan der von native auf NW umsteigt, und viele neue Native Spieler rekrutieren konnte, oder einer der von NW zu NW kommt und die letzten Monate noch viel weniger Zufluss hatte, als schon davor
Es ist wie überall, wenn sich etwas bewegt bleiben Leute dort wo sie waren, und die anderen gehen woanders hin, das ist ganz natürlich

Aber das hat ja relativ wenig mit dem topic zu tun :D

Mich würde da vor allem die Sicht von Regimentsleitern interessieren, was das kompetetive angeht

Offline Mauri

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Re: Kolumne über Esports, NW-Szenen und die Zukunft
« Reply #209 on: January 14, 2020, 06:52:28 pm »
Das beste ist glaub ich wenn wir einfach schauen was passiert. Wir werden uns wohl fast alle Bannerlord zulegen, einige haben auch schon Betazugriff auf den MP. Die Meinungen darüber sind was ich so mitbekommen habe sehr geteilt, ich selber denke es ist mehr vom selben und das meine ich positiv. Dennoch muss der EA weit mehr Features bieten als die momentane Beta weil der Multiplayer sonst genauso schnell tot ist wie in Holdfast. Der Hype wird wohl groß sein, Bannerlord Berichte sind durchaus auch im Mainstream der PC-Spielecommunity (damit meine ich die Leute die sich auch mit dem Thema auseinandersetzen und nicht die, die nur jedes Jahr das neue FIFA und CoD kaufen) angekommen. Auch wenn wohl nur ein Bruchteil derer die Warband nicht kennen und an Bannerlord interessiert sind an einen kompetitiven Multiplayer denken, aber das ist in Warband ja auch so. Ich meine ich habe schon im OP MP-Realität mit aktiven Spielerzahlen verglichen.
Wegen eines Hypes schlagartig alles aufzulösen und nach Native Bannerlord zu bringen ist glaub ich nicht zielführend.

Außerdem sollte man eine garnichtmal so unwesentliche Sache nicht vergessen:
1. Native hat hat einen ganz anderen Flow als NW, es ist fast schon ein ganz anderes Kampfsystem. Es gibt Schilde, es gibt Pfeilgespamme, es gibt fast immer 4 Angriffsrichtungen, die Maps sind vertikaler
2. Native ist (Fantasie-)Mittelalter, das mag längst nicht jeder so gerne wie das historische Setting von NW, welches auch noch ein paar Jahrhunderte später spielt
2.5 Es gibt also auch keine LBs, ich glaube jeder fand LBs früher super, weil es eben so komplett anders als alles je dagewesene war. Für Mittelalterschlachten gibts schon Mordhau, Chivalry und ForHonor. Ich denke zwar, dass Bannerlord da alle schlagen wird, es ist aber eben nicht mehr so der "Wahnsinn, so was gibts?" Effekt. Ob man da so die Massen an Rekruten findet die alles rettet stelle ich mal in vorsichtige Zweifel
3. Native wird zum Großteil des SP wegens gespielt, NW ausschließlich für den MP
Also: Bannerlord ist zumindest anfangs nur der Nachfolger von Native, nicht von NW und diese beiden Module haben abgesehen vom Grundgerüst fast garnichts gemein. Da wird meiner Erwartung nach garnichts ersetzt im März.